Claudias Reiseberichte - Peru 3. und 4. Woche
In der 3. Schulwoche ist schon fast sowas wie Alltag einetreten. Außer den sechs Schulstunden am Tag und dem Salsa-Unterricht ist eigentlich nicht viel passiert. Am Montag und Dienstag hab' ich ein bischen Probleme mit dem Magen gehabt, also gab's ein bischen weniger Frittiertes und weniger Kuchen :-( und schon ging's besser. So schlimm wie bei anderen, die sogar ins Krankenhaus mussten, wars Gott sei Dank nicht.

Natürlich konnten wir es uns nicht entgehen lassen, am ersten Abend gleich den Michael Jackson Film anzuschauen. Sogar ein Teil der Lehrer ist mitgegangen. Und ich hab nichtmal 3,- Euro fürs Ticket gezahlt ) Am Freitag waren wir  dann auf dem Festival de Comidas del Mundo - also sowas wie die Fressmeile in Berlin. Nur dass es fast nur einheimisches zu Essen gab. Das einzig exotische das ich ausmachen konnte war Sushi. Tja und da hab' ich dann tatsächlich Anticutcho probiert - das ist gegrilltes Rinderherz. Na ja, ich fand's gewöhungsbedürftig, aber der Rest der Truppe war begeistert. Aber cuy zu essen weigere ich mich bis heute.

Am Samstag war dann Halloween und das wird hier ungefähr so gefeiert wie Karneval in Köln. Ab Sonnenuntergang füllen sich die Straßen mit verkleideten Leuten und es werden die Sraßen im Zentrum gesperrt. Auch wir haben uns die Party nicht entgehen lassen, wenn auch nicht verkleidet, dafür doch die Nacht druchtanzend. Den Sonntag habe ich dann zum Erholen gebraucht bevor es am Montag gen Norden ging - immer in der Hoffnung auf besseres Wetter. Von meinem peruanischen Freund wurde ich zum Flughafen gebracht - wahrscheinlich um sicherzugehen, dass ich auch wirklich fliege )

In Trujillo hat mich weder Sonne noch Wärme erwartet und in Huanchaco, wo ich übernachtet habe, war tote Hose. Dass ich abends überhaupt noch was zu Essen gekriegt habe war schon ein Wunder. Dafür war's aber lecker. Und es gab eine gratis Unterhaltung mit dem Kellner dazu, denn ich war ja der einzige Gast und er wollte  englisch üben. Da ich ja aber zum spanisch sprechen da bin, war es ein ziemliches Kauderwelsch.

Am nächsten Tag habe ich dann Chan Chan besucht, die größte Stadt des Chimu-Reiches und eine der größten aus Lehm erbauten Städte der Welt. Leider ist durch El-Nino und immer heftiger werdende Regenfälle und Stürme viel zerstört worden und muss in Kleinstarbeit restauriert werden, aber es ist trotz allem beeindruckend.  Danach habe ich mir noch Trujillo angeschaut mit seinen schönen und bunten Häusern.

Da das Wetter nicht besser werden wollte, bin ich am nächsten Tag weiter nach Chiclayo. Diesmal per Bus auf der Panamericana und nicht mit dem Flieger. Aber einchecken muss man hier fast genau so und darf auch nur 20kg mitnehmen. Außer Wüste gab es auf der Fahrt nicht allzuviel zu sehen. Ist schon irre, dass es so nah am Meer fast nur Wüste gibt. In Chiclayo hat mich dann endlich Sonne erwartet, aber so richtig warm war's auch nicht.

So habe ich am nächsten Tag eine Tour nach Tucume, Sipan und Lambayeque gemacht. Auch da ging es um die ursprünglichen Kulturen in dieser Gegend. Am beeindruckensten waren die Pyramiden, in denen die Herrscher samt Ihres Gefolges begraben waren. Sowohl die Frauen, als auch die Geliebten und Kinder wurden für das nächste Leben mitbegraben. Natürlich gab es auch einen Wächter, dem wurden vorsichtshalber die Füße abgeschnitten, damit er nicht weglaufen kann. In den Gräbern wurden auch haufenweise Grabbeigaben gefunden, die teilweise in Mainz restauriert wurden. Da die Gräber erst in den 80ern entdeckt wurden, stehen die Ausgrabungen erst am Anfang und man darf gespannt sein, was noch so alles entdeckt wird.

Da ich ja aber unbedingt noch ein bischen 'Sonne tanken will, ging es nach 2 Tagen weiter nach Máncora - DER "Geheimtipp" für Strandurlaub.


 

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